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Der Mensch unserer Zeit ist nicht so gesund, wie stetige Fortschritte im Bereich medizinischer Forschung und Praxis es erwarten lassen sollten. Während man sich auf die Verbesserung von Behandlungsmethoden bereits bestehender Krankheiten konzentriert, wird vorbeugende Gesundheitspflege, die das Entstehen dieser Krankheiten zu verhindern sucht, weiterhin vernachlässigt. Unsere Schulmedizin beschäftigt sich nach wie vor mehr mit der Beseitigung von Krankheit als mit der Erforschung von Gesundheit.
Während die Lebenserwartung in den Industrieländern stetig ansteigt, geht damit keineswegs auch ein Erhalt der Gesundheit bis ins Alter einher. Die Menschen können auch heute kaum erwarten, dass ihr Leben ohne ernsthafte Gesundheitsstörungen und chronische Krankheiten verläuft. Wir werden im Alter zunehmend multimorbide, leiden unter Alzheimer, Arteriosklerose, Osteoporose, Rheuma, Diabetes, Krebs und anderen sog. “typischen Alterserscheinungen”.
Gerade hinsichtlich der gestiegenen Lebenserwartung ist es wichtig, dass wir uns mit dem dauerhaften Erhalt unserer Lebensqualität auseinandersetzen. Die elementarste Voraussetzung der Lebensqualität ist die Gesundheit. Wie wichtig sie ist, bemerkt man oft erst, wenn sie nicht mehr vorhanden ist. Ohne Gesundheit nützen uns kein Erfolg und kein Reichtum. Das hart erarbeitete Eigenheim, die Zeit mit der Familie, die Wunschkarriere und der Freundeskreis können nicht bewusst ge- und erlebt werden, wenn Krankheit körperliche und geistige Aktivitäten einschränkt.
Der Grundbaustein zum Erhalt der Gesundheit ist die Ernährung - immer noch weit unterschätzt und zweckentfremdet.
So steht für die meisten Menschen im Vordergrund, dass ihnen das Essen schmeckt. Zweitrangig ist dagegen der Nährwert ihrer Mahlzeit. Es ist jedoch entscheidend, was und wie man isst. Der Verzehr großer Mengen künstlich aromatisierter, industriell verarbeiteter Nahrung wird uns den Erhalt unserer Gesundheit auf lange Sicht schwer bis unmöglich machen.
Zahlreiche moderne Zivilisationskrankheiten lassen sich unter anderem auf den Konsum tierischer Nahrungsmittel zurückführen. Entgegen vieler Meinungen kann uns eine pflanzliche Ernährung alle nötigen Nährstoffe liefern. Werden allerdings tierische Nahrungsmittel vom Speiseplan gestrichen, so ist es notwendig, die Ernährung entsprechend umzustellen, um alle notwendigen Nährstoffe zu erhalten. Dies bedeutet nicht, dass eine Ernährung ohne tierische Produkte zu Mangelerscheinungen führt. Vielmehr geht es darum, diese Produkte nicht einfach wegzulassen, sondern durch andere zu ersetzen und richtig zu kombinieren. Naturbelassene und hochwertige Lebensmittel sollten hierbei im Mittelpunkt stehen. Beachtet man entsprechende Gesetzmäßigkeiten und Bedürfnisse des Körpers, so wird eine pflanzliche Ernährung zur Basis guter und anhaltender Gesundheit, die ohne Nahrungsergänzungsmittel auskommt und deren Stärke gerade die Abwesenheit tierischer Bestandteile und ihrer Wirkung auf uns ausmacht.
Wenngleich unsere Ernährung für viele gesundheitliche Probleme verantwortlich zu sein scheint, fällt es den meisten Menschen schwer, ihre Essgewohnheiten kritisch zu hinterfragen und noch schwerer, sie zu verändern. Zumal der Konsum tierischer Produkte fest in unserer Kultur verwurzelt ist und weiterhin ansteigt. Wir werden konstant mit dieser “Normalität” konfrontiert, die unser Bewusstsein durchdrungen und sich als feste Überzeugung etabliert hat, so dass Veränderungen nur schwer Fuß fassen können.
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