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Irrgarten der Ernährungslehre (Dr. Rainer Matejka) Ein sehenswerter Fachvortrag von Dr. Rainer Matejka: Wegweiser aus dem Irrgarten der Ernährungslehre – zwischen etablierter Ernährung und Vollwertkost.
Stellen Sie sich vor, der menschliche Organismus sei ein Fass. Die Größe des Fasses ist bedingt durch z.B. die Erbanlagen.
Fassgröße: Erbfaktoren, Alter, Geschlecht, Trainings- und Ernährungszustand, Organdefekte
Schadstoffe: Chemikalien, elektromagnetische-/ radioaktive Strahlung, Bakterien, Viren, Pilze, Medikamente, Impfschäden, belastete Nahrungsmittel, Schwermetalle, Pollen, Milben, psychosozialer Stress, etc.
Was kann man tun damit nicht soviel hinein läuft? -> Vermeidung der Schadstoffe
Was kann man tun um unerwünschte Stoffe abzuleiten? -> Entgiftung / Vitalstoffe
Wenn es überläuft: Leistungsfähigkeit lässt nach, Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Rheumaleiden, bösartige Krankheiten
Ernährungsbedingte Krankheiten
- Diabetis Typ II (Altersdiabetes) Besserung auch ohne Insulin und Tabletten, nur mit Umstellung der Ernährung, möglich.
- Gicht wird unter anderem ausgelöst durch Alkoholkonsum, hohen Konsum tierischer Produkte bzw. purinreicher Produkte wie z.B. Fleisch, Wurst und Innereien.
- Bluthochdruck, Herzkranzgefäßverkalkung (koronare Herzkrankheit), Schlaganfall (Adoplex) => Herzkreislaufkrankheiten stellen die häufigsten Todesursachen dar. Sie sind zum großen Teil auf Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen.
- Arthrose und Gelenkverschleiß entstehen durch Ablagerung von Stoffwechselendprodukten, was zu degenerativen, entzündlichen Prozessen im Gelenkbereich führt.
- Entzündliche Arthrosen (Poliatritis CP) können allein durch Ernährung nicht ausgeheilt, wohl aber positiv beeinflusst werden, wodurch die Einnahme von Rheumamedikamenten deutlich reduziert werden kann. Positive Auswirkungen zeigt hier eine (überwiegend) pflanzliche Ernährung.
- Ekzeme und Allergien sind Symptome einer Überlastung von Stoffwechsel und Immunsystem. Mit verantwortlich können z.B. Geschmacksverstärker, (künstliche) Farbstoffe, Konservierungsstoffe und sonstige Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln sein.
- Wirbelsäulenbeschwerden (chronische Rückenschmerzen) sind auf Stoffwechselprobleme zurückzuführen und lassen sich ebenfalls über die Ernährung beeinflussen.
- Krampfadern entstehen durch Bewegungsmangel, denaturierte Kost (Verlust der Vital- u.a. Inhaltstoffe z.B. durch Erhitzen) und das Überschlagen der Beine.
- Chronische Nasennebenhöhlenenentzündung kann die Folge einer Störung des Stoffwechsel- und Immunsystems sein.
Mittlerweise ist erwiesen, dass Ernährungsgewohnheiten mit verantwortlich für die Entstehung einiger Krebserkrankungen sein können. Darmkrebs steht im Zusammenhang mit denaturierter und vor allem fettreicher Ernährung.
Hyperaktivität und Unkonzentriertheit können durch Zusatzstoffe wie Phosphate, Farbstoffe in Colagetränken, Süßigkeiten und durch isolierte Kohlenhydrate (Zucker) hervorgerufen werden.
Zivilisationskost Überfluss und Mangel zugleich
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zuviel
- Eiweiß
- kurzkettige Kohlenhydrate (Zucker)
- langkettige gesättigte Tierfette
- Kalorien
- säurebildende Nahrungsmittel
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zuwenig
- Vitamine
- Mineralstoffe
- Spurenelemente
- Ballaststoffe
- basenbildende Nahrungsmittel
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Es kommt auf die richtigen Fette an
Fette sind wichtig für die Zellsynthese, für die Aufnahme von Vitaminen durch den Verdauungstrakt sowie für die Funktion des Immunsystems.
- Denaturierte Fette, z.B. tierische Fette in Schweineschmalz, minderwertige Fettsorten in Wurstwaren, Denaturierung der tierischen Fette durch Braten und Grillen, all das wirkt sich ungünstig auf den Blutfettspiegel aus und begünstigt im Darm chronisch entzündliche Konstellationen (Dickdarmkarzinom).
- Unerhitzte, natürlich gewonnene, pflanzliche und einfach ungesättigte Fette wie z.B. Olivenöl führen nicht zu einer Verschlechterung des Blutfettspiegels. Olivenöl ist imstande, das "negative" Cholesterin (LDL) abzusenken und das "gute" Cholesterin (HDL) unverändert zu lassen. Hierdurch verbessert sich die Relation der Fette zueinander.
- Mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie z.B. Distel-, Lein-, Sonnnblumen- und Maiskeimöl senken auch das gute Cholesterin (HDL) ab, so dass die Relation LDL/HDL in etwa gleich bleibt. Diese Fette sollten 1/3 der Nahrungsfette nicht übersteigen. Der Schwerpunkt sollte auf den einfach ungesättigten Fettsäuren liegen.
- Butter besteht aus kurzkettigen, gesättigten Fetten, welche selbst bei Störungen des Verdauungstrakts noch sehr gut verdaubar sind.
- Magarine enthält dagegen oftmals schädigende Fettsorten, welche möglicherweise auslösende Faktoren bei der Entstehung von Krebserkrankungen sein können.
Zucker (Kohlenhydrate), Puderzucker, Kandiszucker (Mono- und Disaccharide)
- Raffinierter Zucker enthält kaum noch Mineralstoffe. Diese isolierten Zucker stören das Darmmillieu und wirken säuernd, was zu Gärungsprozessen und unerwünschten Darmpilzen führen kann.
- Diese leeren Kohlenhydrate werden vom Körper zu schnell resorbiert, was zu einem raschen Blutzuckeranstieg führt, auf den der Körper mit Insulin reagiert.
- Nach ca. 90 Minuten tritt ein Zustand der Unterzuckerung ein. So entsteht der sogenannte Heißhunger auf Süßes.
- Ein stark schwankender Blutzuckerspiegel führt zu vegetativer Unruhe. Zu empfehlen ist der Konsum von komplexen Kohlenhydraten (Getreide, Obst, Gemüse), um einen möglichst konstanten Blutzuckerspiegel zu halten.
Eiweiß
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 45-70 g Eiweiß für einen 70 kg schweren Menschen. Das entspricht z.B. einer kleinen Schale Quark. Bei schwerer körperlicher Arbeit steigt der Eiweißbedarf entsprechend an.
“Eine zu hohe Zufuhr von tierischen Eiweißen führt zu Ablagerungen im Organismus. In den Blutgefäßwänden stellt das die Vorstufe zur Arteriosklerose dar. Es kommt zu einer vermehrten Einlagerung in den Kollagenfasern des Bindegewebes (Orangenhaut). Die Blutviskosität nimmt zu, das Blut wird also zähflüssiger. Das Risiko für Thrombosen oder Schlaganfälle kann ansteigen.” Diese Auffassung von Prof. Wend Lothar (Frankfurt) ist nicht allgemeiner Stand der Wissenschaft.
Praxistipps zur besonders hochwertigen Eiweiß-Kombination bei veganer Ernährung finden sie hier: http://www.vebu.de/gesundheit/vitamine-a-naehrstoffe/eiweiss
Vorteile ökologisch angebeuter Nahrungsmittel
- Ökologisch gezogene pflanzliche Nahrungsmittel haben mehr Ballaststoffe als konventionell angebaute.
- Der Wassergehalt der ökologischen Kost ist niedriger, der Geschmack somit intensiver und die Lagerfähigkeit ist besser.
- Der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen ist bei biologisch gezogener Nahrung signifikant höher.
Sekundäre Pflanzenstoffe (Carotinoide, Phytosterine, Farbstoffe in Pflanzen, Allicin im Knoblauch, Bitterstoffe in Chicorée, und Artischocken)
- Sekundäre Pflanzenstoffe haben ursprünglich die Funktion, die Pflanze vor „Schädlingen“ (Fraßfeinden) zu schützen. Sie haben jedoch auch auf den Menschen einige positive Auswirkungen.
- Gesundheitsfördernde Wirkung von sek. Pflanzenstoffen (Watzel und Leitzmann 1999): antikanzerogen, antioxidativ, antimikrobiell, antithrombotisch, entzündungshemmend, immunmodulierend, blutdruckregulierend, cholesterinspiegelsenkend, blutglukoseregulierend, verdauungsfördernd
Weitere Themen des Vortags sind:
- Formen der Verdauungsschwäche (Franz Xaver Mayr)
- Ernährungsökonomie bei Magen-/ Darmerkrankungen
- Konstitutionslehre
Den Fachvortrag “Irrgarten der Ernährungslehre” von Dr. Rainer Matejka sehen Sie hier: http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/irrgarten-der-ernaehrungslehre
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