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NutztiereUnser Fleischkonsum zählt zu den elementarsten Umweltbelastungen. Die stete Forderung an den Boden, immer größere Mengen an Futter für unsere Nutztiere zu liefern, ist eine gigantische Verschwendung von Ressourcen. Es gibt heute weltweit dreimal so viele Nutztiere wie Menschen.

RESSOURCENVERSCHWENDUNG
Die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) hat in ihrer Publikation “LIVESTOCK'S LONG SHADOW” den Einfluss der Nutztierhaltung auf die Umwelt aufgezeigt:

  • 70% des abgeholzten Amazonaswaldes werden für Viehweiden verwendet und der Futtermittelanbau macht einen beträchtlichen Anteil der restlichen 30% aus.
  • Viehwirtschaft ist heute die Hauptursache für die Waldrodung im Amazonasgebiet.
  • Die FAO erwartet, dass sich die globale Fleisch- und Milchproduktion in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts verdoppeln wird.
  • Der Einfluss der Nutztierhaltung auf die Klimaerwärmung ist größer als der des weltweiten Verkehrs.
  • 68% des weltweiten Ammoniumausstoßes, welcher maßgeblich zum sauren Regen beiträgt, sind der Viehwirtschaft zuzurechnen.
  • Unsere Nutztiere verbrauchen rund 8% des globalen Trinkwassers und gehören damit zu den größten Wasserverbrauchern. Zum Vergleich: Der direkte menschliche Verbrauch (Trinkwasser, Duschen, Industrie etc.) kommt auf rund 1%.
  • Weltweit werden 70% des landwirtschaftlich genutzten Landes für die Viehhaltung verwendet.
  • 33% (471 Mio. Hektare) des global kultivierten Landes werden für Futtermittelanbau genutzt.
  • 26% (3433 Mio. Hektare) der Oberfläche des Planeten (ohne Wasser- und Eisflächen) werden als Weideflächen für Nutztiere eingesetzt.

FUTTERMITTEL UND LAND
Da man für die „Produktion" von tierischen Lebensmitteln immer größere Landflächen nutzbar macht, werden auch größere Teile natürlicher Landgebiete zu monokulturellen Anbauflächen. Die Futtermittelproduktion zerstört nicht nur fruchtbaren Boden, sondern auch die natürlichen Lebensräume vieler Pflanzen- und Tierarten. Zudem wird die natürliche Schutzschicht der Erde beeinträchtigt, was letztlich wesentlich zur Schädigung der Wälder beiträgt.

  • Für die Produktion von 1 kg Fleisch werden ca. 7-10 kg pflanzliches Eiweiß benötigt. Der größte Teil wird in Form von "Stoffwechselendprodukten" wieder ausgeschieden. Ein wahrlich ineffektives Recyclingprogramm!

Unsere Nutztiere benötigen derart große Mengen an Nahrung, dass der Boden zum Anbau der Futtermittel intensiv bewirtschaftet werden muss. Pestizide und Dünger sollen hierbei zu Rekorderträgen verhelfen. Pestizide sind Gifte, die man zur Vernichtung von Unkraut, Insekten und Pilzen benutzt. Sie gelangen entsprechend auch in den Stoffwechsel der Nutztiere.

  • So enthält Fleisch etwa 14 mal mehr Rückstände an Pestiziden als Pflanzen. Spuren von Pestiziden findet man überdies in fast allen Lebensmitteln.

Das überhöhte Produktionsniveau kann nur vorübergehend durch die Tränkung des Bodens mit Stickstoffdüngern (Überdüngung mit Gülle) gewährleistet werden.

WASSERBELASTUNG
Durch die Massentierhaltung wird Wasser in großen Mengen verschwendet und verschmutzt. Die expansive Nutzung von Stickstoffdüngern (Gülle) hat zur Folge, dass große Mengen unseres Grundwassers mit Nitrat verseucht werden. Ein Teil des Stickstoffs fließt in die Seen und Flüsse, wo er explosionsartiges Algen- und Bakterienwachstum verursacht, was zum Ersticken anderer Wasserlebewesen führt. Der übrige Teil gelangt ins Grundwasser.

SAURER REGEN
Das der Gülle entsteigende Gas Ammoniak ist eine der Hauptursachen für sauren Regen. Verglichen mit menschlichen Ausscheidungen fallen Exkremente aus Massentierhaltungen in hundertfacher Menge an. Ein Mastrind produziert ca. 7 Tonnen Jauche pro Jahr. 10 Schweine produzieren bis zu 21 Tonnen Jauche pro Jahr. Über den Äckern verteilt wird dies zu saurem Regen, Boden- und Wasserverschmutzung.

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www.fao.org/docrep/010/a0701e/a0701e00.htm
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3150418 (Saurer Regen)
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,331792,00.html (Gülle killt den Wald)


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