Nahrungskette

Wir stehen am Ende.

 

Nahrungskette

 

Pflanzen, Tiere und Menschen sind durch Nahrungsketten miteinander verbunden und voneinander abhängig. Von den Pflanzen ernähren sich pflanzenfressende Tiere, die wiederum dem Menschen als Nahrung dienen.

SCHADSTOFFE

Gelangen an einer Stelle dieser unterschiedlich langen Nahrungsketten Schadstoffe in den Kreislauf (z.B. Pflanzenschutzmittel, Schwermetalle bei Fischen, Antibiotika bei Tieren, Kaliumnitrit bei der Fleischverarbeitung), so sammeln sich diese in den Organismen an. Die letzten Glieder einer Nahrungskette nehmen somit die größte Menge an Schadstoffen auf.

Der Mensch steht am Ende dieser, durch den Konsum tierischer Produkte verlängerten, Nahrungsketten. Toxische Mengen der Schadstoffe, die er aufnimmt, können zu chronischen und auf lange Sicht möglicherweise zu tödlich verlaufenden Erkrankungen führen.

RESSOURCENVERBRAUCH

Je länger eine Nahrungskette ist, desto mehr Ressourcen werden benötigt und desto ineffizienter wird die Energiebilanz, sowohl qualitativ als auch quantitativ. Die Tiere, deren Fleisch wir essen, benötigen einen Großteil des Futters, das wir ihnen geben, zur Aufrechterhaltung ihres Stoffwechsels.

Weltweit wurden 2004, gemäß den Statistiken der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations), 52 Milliarden Nutztiere geschlachtet (Meerestiere nicht einbezogen). 2011 wurden über 60 Milliarden Nutztiere geschlachtet, inkl. Meerestiere liegt die Zahl bei ca. 150 Milliarden.

Grundsätzlich ist der Aufwand zur Produktion tierischer Nahrungsmittel (verlängerte Nahrungskette) um ein Vielfaches höher als die Produktion pflanzlicher Lebensmittel. Dies gilt für den Flächenbedarf, den Energieeinsatz und den Wasserverbrauch.

Einige Ursachen hierfür sind

  • die Gewinnung von Land für Futtermittel,
  • die Gewinnung von Land für Weidetiere,
  • die Bewässerung der Futtermittelfelder,
  • der Verbrauch beim Transport für den Im- und Export der Futtermittel,
  • die Weiterverarbeitung der Futtermittel zu Silage,
  • die Zuchtfarmen, Stallungen und Massentierhaltungsanlagen,
  • die Tränkung der Tiere,
  • die Exkremente (Gülle) der Tiere,
  • der Verbrauch beim Transport und in der Verarbeitung (z.B. Schlachthof),
  • die Kühlung der schnell verderblichen Nahrungsmittel (Fleisch).

Schätzungen zufolge könnten drei- bis fünfmal so viele Menschen ernährt werden, wenn sich die Menschheit überwiegend von pflanzlichen anstelle von tierischen Lebensmitteln ernähren würde.

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http://www.fao.org/ag/againfo/themes/en/Environment.html
https://www.boell.de/de/fleischatlas
https://en.wikipedia.org/wiki/Animal_slaughter#Statistics
http://www.live-counter.com/animals-killed-worldwide/