Umwelt

Die Erde braucht Freunde.

UmweltIm letzten Jahrhundert hat sich unser Einfluss auf die Erde potenziert wie nie zuvor. Unser Vermögen, ihr Schaden zuzufügen, hat damit dramatische Dimensionen angenommen. In einer modernen, globalisierten Welt ist Wachstum das vorderste Ziel vieler Firmen und Regierungen, die sich für wirtschaftlichen Gewinn die Umwelt nutzbar machen und sie ausbeuten.

Unser globales Wirtschaftssystem muss als Untersystem, als Mikrosystem erkannt werden, welches eingebunden ist in das Makrosystem Umwelt. Während nun das Hauptsystem, die Umwelt, nicht wächst, sondern unverändert bleibt, strebt das Untersystem, die Wirtschaft, nach Wachstum. Die Wirtschaft expandiert demnach kontinuierlich und drängt im gleichen Zug die Umwelt zurück.

Indem wir auf diese Weise die Umwelt zerstören, sägen wir an dem Ast, auf dem wir sitzen. Wir zerstören uns selbst. Wenn darüber geredet wird, unseren Planeten zu retten, so hat man nicht realisiert, dass der Planet uns wahrscheinlich überleben wird. Wir sind es, die vielleicht nicht überleben oder in einer Welt weiter existieren müssen, die nicht mehr lebenswert ist.

Die Ursachen der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen liegen jedoch nicht primär in der Ausbeutung der Ressourcen oder in der Umweltverschmutzung. Das sind lediglich Symptome, die auf etwas dahinter Liegendes hinweisen. Die Zerstörung hat ihren Ursprung in unserer Denkweise – und diese wurzelt in unserer Kultur.

Im 21. Jahrhundert wird die Reparatur der durch die Industriegesellschaft verursachten Schäden zur Aufgabe unserer und nachfolgender Generationen. Unser Erfolg hängt von der Fähigkeit unserer Gesellschaft ab, einen Bewusstseinswandel zu vollziehen und zu handeln. Das könnte womöglich diesen einzigartigen Planeten auch für zukünftige Generationen erhalten.